Warum Zverev Favorit gegen Alcaraz ist - Australian Open Halbfinal-Vorschau

Shownotes

Die Australian Open sind im vollen Gange und vorm Halbfinale ist die Euphorie riesig. Andrea berichtet von vor Ort und Boris kommentiert für Eurosport aus München. Beiden fällt auf: Sascha Zverev spielt überragend auf und träumt vom ersten Grand Slam Sieg. Doch vorher muss er noch Carlos Alcaraz, Nummer Eins der Welt, besiegen. Warum Andrea und Boris sehr optimistisch sind, hört ihr in der neuesten Podcast-Folge!

Weitere Themen:

  • Sinners Probleme in der australischen Hitze
  • Djokovic in seinem 54. Grand Slam Halbfinale
  • Aryna Sabalenka in Topform
  • Die Final-Tipps von Andrea und Boris

Und jetzt heißt es wieder: Zurücklehnen und die Ballwechsel zwischen Melbourne und München genießen!

Transkript anzeigen

00:00:01: Becker.

00:00:02: Petkovic.

00:00:04: Becker Petkovic.

00:00:15: Hallo und herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge Becker Petkovic.

00:00:22: Eine Hälfte von Becker Petkovic in Australien.

00:00:24: Die andere Hälfte von Becker Petkovic ist in München.

00:00:28: Beide Boris sind gejetlegt auf ihre eigene Art und Weise.

00:00:32: Aber das ist ein Grand Slam.

00:00:34: Man schläft nicht, man isst nur komische Snacks und ungesund.

00:00:39: Und beobachtet die Spieler und Spielerinnen dabei, wie sie sich ihre Träume erfüllen.

00:00:43: Hoffentlich Fragezeichen, Ausrufezeichen.

00:00:46: Wie geht es dir, Boris?

00:00:48: Nee, man lebt so in seiner eigenen Welt.

00:00:51: Es zählt nur noch, wer als Nächste spielt.

00:00:54: oder wer hat denn überraschend verloren.

00:00:56: Wie waren die Trainingseindrücke?

00:00:58: und so weiter, wie ist das Wetter in Melbourne?

00:01:01: Der Rest meines Lebens findet momentan nicht mehr statt.

00:01:04: Ich stelle jeden Morgen um fünf Uhr auf und schaue mir dann die Nachbrichterstattung und dann natürlich auch bei den Damen immer wichtig, wer gewonnen hat und so weiter.

00:01:14: Und dann ist meine Sendung je nachdem, acht Uhr, acht Uhr, dreißig live, Match bei Becker und dann Kommentation Match und so weiter.

00:01:21: Und so geht das eigentlich den ganzen Darmittag, bis man dann versucht, irgendwann wieder zur Ruhe zu kommen.

00:01:26: Ich bin sehr gespannt, wie danach die Post-Gran-Slam-Depression, wenn die einsetzt, wie man da dann wieder rauskommt, wenn man auf einmal so den Fernseher anmacht und nicht mehr weiß, warum man eigentlich den Fernseher angemacht hat.

00:01:39: Aber Boris, lass uns direkt loslegen.

00:01:41: Bei mir ist das nämlich schon kurz von Mitternacht.

00:01:45: Und du musst ja auch irgendwann ein kleines Mittagsschläfchen halten.

00:01:48: Deswegen machen wir hier einen richtig guten Kick hier raus.

00:01:52: Und lass uns direkt mit dem letzten Match loslegen, dass du kommentiert hast.

00:01:57: Das ist dir hoffentlich und wahrscheinlich am frischesten noch in Erinnerung.

00:02:00: Und das war Janik Sinner gegen Ben Schelten.

00:02:03: Wie hat dir das Match gefallen?

00:02:04: Wie hat dir Ben gefallen?

00:02:05: Wie hat dir Janik gefallen?

00:02:07: Hier vor dem Match dachte ich schon, dass ich ein verbessertes Spiel bei Ben Schelten erkannt habe.

00:02:13: jetzt in den letzten Spielen.

00:02:14: Das Match gegen Ruth hat mir sehr gut gefallen.

00:02:16: Dachte schon, dass der Amerikaner zumindest eine Chance hat, mal einen Satz oder zwei zu.

00:02:22: gewinnen gegen Janik Senna.

00:02:24: Die letzten acht Matcher hat er verloren und auch immer kein Satz dazu gewonnen.

00:02:28: Aber Senna hat vielleicht sein bestes Match bei den News Open dieses Jahr gespielt, von Anfang an unglaublich konzentriert.

00:02:35: Gerade in seinen Returnspielen gegen einen der besten Aufschläger der Welt Shelton hat er also nichts anbrennen lassen.

00:02:42: Ben hat keine freien Punkte bekommen.

00:02:45: Und wenn die Rallye dann losgeht, ist Senna natürlich der bessere Spieler von der Rundlinie.

00:02:50: Im zweiten Satz dachte ich, dass sich das körperlich nicht mehr ganz so wohl fühlt.

00:02:55: Da war irgendetwas.

00:02:57: Ich fand auch seine Box nervöser als sonst.

00:03:00: Das Immunemenozien der Imkeri sind sehr früh aufgestanden und haben hier einen Mann unterstützt.

00:03:05: Das ist auch auf der Bank immer so ein bisschen.

00:03:10: Ich meine, es ist genauso blass wie ich.

00:03:13: Wirklich blasser

00:03:14: aus.

00:03:14: Noch blasser.

00:03:15: Noch blasser, wie ich.

00:03:17: Aber dann Anfang des Dritten war wohl wieder alles gut.

00:03:20: Und ja, großes Kompliment an Janik Sinner.

00:03:23: Das war sein bestes Match.

00:03:24: Bisher bei den Schwellen Open.

00:03:26: Ja, das ist interessant, dass du das sagst, weil ich habe hier gehört, dass Darren zu einem meiner Kollegen, ich möchte niemanden unter den Bus werfen, deswegen halte ich mich so ganz generell, dass er zu einem meinem Kollegen oder Kolleginnen gesagt hat, oh, heute gegen Ben, oh, also der war schon sehr beeindruckt von den letzten zwei Sätzen gegen Kasparü.

00:03:49: Und hat auch deswegen deine Beobachtung, dass die Box nervöser war, stimmt zu hundert Prozent.

00:03:54: Das hat sich hier so ein bisschen rumgesprochen bei uns im Green Room, dass Darren da total nervös war vor dem Match.

00:04:01: Und das ist so witzig.

00:04:03: Ben interviewt in Washington DC, nachdem er in Wimbledon gegen Janek verloren hatte.

00:04:09: Und da war eine meiner Fragen gewesen.

00:04:12: Ja, Ben, ich fand du warst viel näher dran in dem Match als es aussah.

00:04:15: Es waren auch drei Sätze, aber es waren unheimlich enge Sätze.

00:04:18: Ich hatte das Gefühl, er hatte Janek wirklich auf den Schläger, um wenigstens mal einen Satz zu gewinnen.

00:04:22: Ich sage nicht das ganze Match, aber wenigstens mal einen Satz.

00:04:24: War das ein ähnliches Gefühl von dir oder wie hast du das Ganze gesehen?

00:04:28: Und dann sagte Ben so, nee, also ja, klar, ich war ... Okay, aber ich habe total die schlechte Strategie gehabt und ich habe ganz falsch gespielt.

00:04:38: Nächstes Mal, wenn ich gegen Janik spiele, werde ich es viel besser machen.

00:04:41: Und das ist dann so typisch Janik-Sinner, finde ich.

00:04:44: Ben ist da reingegangen mit so einer Hoffnung und so einem Selbstbewusstsein, dass er jetzt den richtigen Fahrplan gegen Janik-Sinner hat.

00:04:52: Und dann, genau wie du sagst, dann spielt er das so ganz trocken und lasst runter.

00:04:57: Und Ben kommt gar nicht dazu, diese neue Strategie irgendwie einzubringen.

00:05:01: Oder hast du irgendwas gesehen, was er anders gemacht hat als in den letzten Matches gegen Senna?

00:05:06: Ja,

00:05:07: er wollte dann schon auch häufig ans Netz vorkommen und ich finde seine Vorhand auch wirklich besser.

00:05:14: Seine Rückhand ist etwas Konstanter, aber er hat nicht damit gerechnet, dass er so hart um seine eigenen Aufstauschspiele kämpfen musste.

00:05:21: Da war das Problem.

00:05:22: Also das Return viel von Janik Sinner war, absolute Weltklasse.

00:05:26: Und das hat Schelten so ein bisschen aus dem Konzept gebracht.

00:05:28: Er dachte, wie bei den anderen Spielen auch.

00:05:30: Also meine Aufstauschspiele gewinne ich leicht und dann habe ich vielleicht eine Chance beim Return.

00:05:35: Ganz umgekehrt war es.

00:05:36: Und das war, glaube ich, die Überraschung für alle.

00:05:39: Ich finde aber die Kommunikation zwischen Brian Schelten, seinem Vater und Ben immer hervorragend.

00:05:45: Das gefällt mir sehr gut.

00:05:46: Auch die Tatsache, dass man wirklich auch durch das Mikrofon in der Box hört, was der Trainer seinem Spieler sagt.

00:05:51: Das ist

00:05:51: super hart, dass die das haben.

00:05:53: Genau.

00:05:54: In dem Fall der Vater seinem Sohn.

00:05:56: Da lernen wir dazu, auf was sie gerade achten.

00:05:59: Ich fand das auch bemerkenswert bei... bei Chang mit Lerner Chen, dass auch wirklich da die Kommunikation fast bei jedem Punkt der Fall war.

00:06:08: Also das ist ein Mehrwert für uns alle, auch für den normalen Tennis-Fan.

00:06:12: Also da gibt es Trainer, die wirklich Ahnung haben, was das Tennis-Spiel angeht.

00:06:17: Aber Janik Sinner war heute bärenstark.

00:06:21: Und ich vielleicht auch, wenn man so Richtung Chokovic schaut und unsere Alkeras und Zverev.

00:06:30: Janik war so ein bisschen unter dem Radar.

00:06:32: Die

00:06:33: dritte Runde,

00:06:34: glücklich gewonnen durch diese Hitze-Regelung, auch gegen Daderi.

00:06:39: Ja, das war okay, aber Daderif hat Platz.

00:06:42: Man hatte noch nicht so richtig das Gefühl, wie gut ist Janik Senna dieses Jahr in Australien.

00:06:48: Und nach dem heutigen Spiel sage ich er ist wieder eine der Topfavoriten.

00:06:52: Ja, und Boris, machst du dir Sorgen, dass sich das ja jetzt schon ein paar Mal wiederholt hat bei Janik?

00:06:58: dass er in der Hitze wirklich Probleme hat und die Welt wird ja nicht gerade kühler?

00:07:03: und die Turniere.

00:07:03: Nein.

00:07:04: Wir haben schon oft darüber gesprochen, wir reisen dem Sommer hinterher, also es wird immer mehr Turniere in extremen Hitze-Bedingungen geben.

00:07:11: Machst du dir da Sorgen um ihn ein bisschen?

00:07:15: Das ist eine Schwachstelle, das hat er auch in der Pausekonferenz zugegeben, dass er daran arbeiten muss und dass er da einfach Vierte wird.

00:07:21: Aber Wenn man weiße Haut hat und rote Haare, ich weiß nur, wo ich spreche, fällt einem einfach bei dreißig oder fünf dreißig Grad natürlich schwer.

00:07:30: Also da kann man auch nichts ändern.

00:07:32: Ich habe es auch immer gehasst, in der Mittagsit zu spielen.

00:07:34: Und man kann dann Elektrolyte trinken vor und so weiter.

00:07:37: Aber wenn andere Menschen sich in die Sonne gehen und bräunen wollen, habe ich einen Sonnenstich.

00:07:42: Und ich glaube, ja, nächstes Jahr geht es ähnlich.

00:07:44: Und deswegen wird das immer ein Problem bleiben.

00:07:47: Er geht da mit gut um, hat vier Grand Stamps gewonnen und war lange die Nummer einste Welt, jetzt die Nummer zwei.

00:07:52: Aber ich glaube, das Thema Hitze wird immer ein Problem bleiben für Janik Sinner.

00:07:57: Ja, er ist halt ein Junge vom Berg und nicht ein Junge vom Strand.

00:08:01: Aber wir kommen, du hast gerade lernartieren angesprochen.

00:08:06: Da kommen wir natürlich auch noch drauf.

00:08:07: Aber lass uns erst mal in der Hälfte bleiben.

00:08:09: Janik Sinner wird jetzt gegen Novak Djukovic spielen.

00:08:11: Novak Djukovic hat gegen Lorenzo Mosetti zwei Nullsätze hinten gelegen.

00:08:17: Und dann dreien es geführt, aber man hat schon gesehen, dass bei Lorenzo gar nichts mehr ging.

00:08:22: Er hat sich wieder an der gleichen Stelle, also diesmal wohl auf der anderen Seite, also am anderen Bein, aber die gleiche Stelle, die er sich bei den French Open verletzt hat letztes Jahr, als er gegen Alcaraz aufgeben musste, die er sich im Monaco Finale verletzt hat, als er gegen Alcaraz aufgeben muss.

00:08:38: Also es ist so ein bisschen Muster jetzt bei Lorenzo, dass die wichtigen Matches dann dieser Oberschenkel zumacht irgendwie.

00:08:46: Hast du das Match gesehen können?

00:08:47: Das war ja bei euch mitten in der Nacht, oder?

00:08:50: Ja, ich habe dann die Zusammenfassung gesehen natürlich ein paar Mal.

00:08:54: Das ist wirklich ein wichtiger Punkt, weil ich finde den absolut weltspitze, also der gehört auch in der ersten fünf, wie er Tennis spielt.

00:09:01: Aber er muss natürlich körperlich fit bleiben und bei einem Grand Slam geht es dann eigentlich erst ab dem Halbfinale ans Eingemachte.

00:09:08: Da willst du dann beste Szene spielen.

00:09:11: Und zu wiederholten Male war Lorenzo Musetti leider echt dann verletzt.

00:09:17: Er muss das Match heute gewinnen, er ist der bessere Spieler, dann spielt er im Halbfinale gegen Sinna.

00:09:22: Das wäre Rekord-Einstalt-Quoten in Italien gewesen, also die ärgern sich auch.

00:09:28: Da muss er herausfinden, was es ist, er ist noch sehr jung, er ist dreiundzwanzig Jahre alt.

00:09:32: Er ist fitter, er ist besser, aber das ist seine Schwachstelle.

00:09:35: Die Hitze bei Sinner ist vielleicht die, die hat die Adduktoren bei Lorenzo Mussetti, weil also vom Spielerischen hat er die Möglichkeit mit Sinner und Alcaraz mitzuhalten.

00:09:47: Aber er muss noch fitter werden.

00:09:49: daran arbeitet er.

00:09:50: Aber ich finde insgesamt gut, dass wir ihn haben.

00:09:52: Das schaut sehr gut aus, Andrea.

00:09:54: Das weißt du besser, wo teilen wir ich.

00:09:56: Aber es ist ein guter Typ, hat Charisma, hat Ausstrahlung, sagt die richtigen Sache.

00:10:00: Also das Tennis wird wirklich profitieren von ihm.

00:10:02: Aber ich hätte ihn gerne endlich mal in einem Grand Slam-Finale.

00:10:06: Ja, also Mosetti hatte irgendwie ... Sein ganzes Turnier stand unter einem schlechten Stern, gar nicht mal spielerisch, weil er hat ja teilweise die besten Matches bei dem Turnier gespielt.

00:10:17: Das Match gegen Machhaltsch war eines der absolut besten Matches des ganzen Turniers.

00:10:21: Es gab nicht viele Fünfsatzdriller Boris komischerweise.

00:10:25: Es ging alles relativ glatt in drei Sätzen aus bei den Männern, bei den Frauen eigentlich auch, wenn ich jetzt mal so drüber nachdenke, komisch.

00:10:31: Na ja, können wir ja nochmal drüber sprechen.

00:10:34: Aber das war eines der besten Matches.

00:10:36: Seine Leistung gegen Taylor Fritz in der vierten Runde war eines der... Perfektesten Matches vom ersten bis zum letzten Punkt, wenn man auf Taktik eingeht, wie er kurz einen Slice spielt und dann wieder hoch und dann wieder schnell.

00:10:49: Und dazu muss man sagen, bis vor ungefähr einem Jahr hat Lorenzo Mosetti kaum Matches auf Hardplatz gewonnen, weil ihm das immer alles zu schnell ging.

00:10:56: Und jetzt hat der Hongkong-Finale gespielt und hier hat er eigentlich Djokovic auf der Pfanne.

00:11:01: Also der entwickelt sich rasend schnell.

00:11:04: Aber das wollte ich sagen, sein Turnier stand irgendwie unter dem schlechten Stern, weil die kamen an.

00:11:09: Er musste sofort ins Krankenhaus.

00:11:12: Sie dachten, er hatte einen Blindarm-Durchbruch.

00:11:14: Es war was anderes, aber auch nicht so gut.

00:11:16: Er war vier Tage im Krankenhaus, dann kam er wieder raus.

00:11:19: Vor ein paar Tagen musste sein Fitnesstrainer ins Krankenhaus.

00:11:23: Das war nicht so schlimm, aber es war trotzdem ... Manchmal gibt es das so, dass Sachen unter einem schlechten Stern stehen.

00:11:31: Jetzt kam heute noch die Verletzung hinzu.

00:11:35: Gestern hab ich ihn noch getroffen beim Kaffee holen.

00:11:39: Er hat ganz sehr italienisch, das finde ich super in Australien.

00:11:42: Weil es ja alle eine Latte mit Haffermilch und Latte mit Mandelmilch.

00:11:46: Und bitte oben noch ein bisschen Schokostreusel drauf und hier.

00:11:49: Genau.

00:11:49: Und Lorenzo Mosetti neben mir doppelt Nespresso bitte und schön den schwarzen Kaffee runner gehackt.

00:11:57: Genau, genau, so machen wir das Italiener.

00:11:59: Ganz genau.

00:11:59: Es war so italienisch auch Boris, weil an dieser Players Bar alle holen sich diesen Kaffee und er hat dann auch alle holen sich den natürlich in diesen Plastikbecher, weil man ja damit dann wahrscheinlich rumläuft und noch mal in Stimm geht oder in den Locker.

00:12:13: Und nee, Lorenzo hat den dann in so einer kleinen, hat darauf bestanden, in so einer kleinen Tasse diesen Kaffee zu nehmen, hat dann den das Presso... Den

00:12:20: Finger so ein bisschen so auf?

00:12:21: Ja.

00:12:22: Wie so ein richtiger Italiener.

00:12:24: Einfach hat er sich dann so den Espresso reingezwungen.

00:12:28: neben ihm gestanden, da haben wir so kurz geschwetzt, da hat er mir das erzählt mit dem Physio und dem Fitness-Trainer und da habe ich ihn noch so gefragt, aber jetzt bist du Hartplatz-Spezialist, da hat er mich noch ausgelacht und deswegen hat es mir heute nochmal mehr Leid getan, dass ich diese Verletzung gesehen habe.

00:12:47: Aber Boris Dein ehemaliger Schützling, der spielt unglaublich, auch wenn er ein bisschen Glück hat, aber manchmal muss man auch Glück haben in so einem Grand Slam-Turnier.

00:12:56: Ja, ich fand aber die Reaktion von Novak sehr gut nach dem Match.

00:13:00: Also er hat wirklich offen und ehrlich gesagt, er hätte eigentlich heute nach Hause fliegen müssen.

00:13:05: Lorenzo war der bessere Spieler, hätte das gewinnen können.

00:13:07: Also er gibt es auch schon mal andere Aussagen von anderen Spielern.

00:13:10: Also das ist wirklich Fair Play.

00:13:12: Ihm kann das nicht recht sein, er ist ein stolzer Spieler.

00:13:15: Er will auf dem Match fair und square gewinnen, nicht stürzende Verletzungen.

00:13:19: Auch die Tatsache, dass in der Runde davor gegen Menzig er... sozusagen ein Freilos bekannt, weil man sich verletzt war.

00:13:26: Das ist zwar ganz nett, aber er hatte vier Tage Pause, als er komplett austuniert muss.

00:13:31: Dazu hat er ganz wenige Matche überhaupt gespielt seit November.

00:13:35: So, wenn also ihm fehlt echt die Matchpraxis und das sieht man an seinen Blasen der Arme.

00:13:41: Also das wird auch in den Tagen nicht besser.

00:13:43: Wenn du eine Blaser hast, du hast einfach zu wenig Hornhaut, weil du zu wenig gelaufen bist im Match gelaufen.

00:13:50: Also das ist nicht optimal.

00:13:52: Aber er ist noch drin, das ist die Hauptsache.

00:13:56: Er spielt Tennis, weil er Grand Slam-Tuniere gewinnen will.

00:13:59: Er will auf die fünfundzwanzig kommen und also körperlich, außer den Blasen, ist er, glaube ich, topfit.

00:14:06: Und jetzt hat er die Chance gegen Sinner, einfach sein Traum von einem weiteren Finale in das Schreien Open wahrzumachen.

00:14:15: Also ich würde ihn nie, nie ... Auszählen oder nie.

00:14:20: Ich habe ihn immer auf der Rechnung, solange er Tennis spielt.

00:14:22: Und er kann ja auch nichts dafür, dass der Musette sich jetzt verletzt hat.

00:14:27: Das soll er machen,

00:14:28: ne?

00:14:29: Ja, und es war ja bei Janik Sinnner.

00:14:30: Ich wollte dich nämlich jetzt gerade fragen, glaubst du, dass das irgendwie an einem Selbstbewusstsein vom Spieler nagt, wenn du eigentlich wie in Anführungszeichen raus warst, weil du bist ja nach Null zwei Setzen.

00:14:42: Wie natürlich kann man es drehen.

00:14:44: Es gab bei diesem Turnier übrigens das Rekord in der Open Era nur ein einziges Match, das gedreht wurde nach Null zwei Sätzen.

00:14:50: Das war Daniel Medvedev in der zweiten oder dritten Runde, glaube ich, gegen Maroshan, gegen Fabian Maroshan.

00:14:57: Sonst gab es immer mehrere von diesen Sätzen.

00:14:59: Siehst mal, war es nur ein einziges Match, das nach Nullzweisätzen gedreht wurde.

00:15:03: Aber ich wollte dich gerade fragen, glaubst du, das nagt an einem Spieler Selbstbewusstsein?

00:15:07: Und dann musste ich daran denken, bei Ersinner war das ja genau gleich in Wimbeln, als Dimitrov sich verletzte nach Nullzweisätzen.

00:15:14: Und Sinner hat dann trotzdem Wimbeln geworden, also so richtig.

00:15:17: Vielleicht nicht, vielleicht spielt man dann, wie die Amis so sagen, mit Hausmoney.

00:15:21: Weißt du, man hat so vom Casino Geld vom Casino bekommen und kann damit halt ein bisschen zocken.

00:15:28: Oder was glaubst du, wie ist psychologisch?

00:15:30: Du kennst Norwag viel besser als ich, wie ist psychologisch bei Norwag so eine Halbniederlage, die dann doch gut geht, ankommt.

00:15:38: Also wenn du jetzt ein unerfahrender Spieler wärst, der zum ersten Mal, zum Halbfinale eines Kanzlemschünde, dann ja, dann knackt das am Selbstbewusstsein, jeder macht sie so ein bisschen lustig und du weißt auch nicht so recht.

00:15:50: Czokowicz steht jetzt in seinem vierundfünfzigsten Grand Slam Halbfinale, vier und fünfzigsten.

00:15:58: Hast du richtig gehört?

00:16:01: Der geht davon aus, dass er da hinkommt.

00:16:03: Also für ihn ist das heute, glaube ich, egal, wenn er die Wahrheit sagen würde.

00:16:09: Und er weiß, dass er gut genug ist und er weiß, dass er auch immer Chancen, normalerweise Chancen hatte gegen Musetti.

00:16:16: Heute lief es nicht so gut, das hat seine Gründe.

00:16:18: Aber ich glaube, letztendlich muss ihm das egal sein.

00:16:21: Er wird sich auf Sina konzentrieren und hoffen, dieses Spiel zu gewinnen.

00:16:25: Und wie siehst du es gegen Janik Sina?

00:16:31: Also Sina hat mich heute überzeugt.

00:16:33: Wenn Sina so die Form hat, dann wird Sina gewinnen, aber es ist ein ganz anderes Spiel.

00:16:39: Da kommt sich das nicht auf den Aufschlag von Djokovic an, sondern auf die Strategie, wenn die das Grunlin-Duell anfängt.

00:16:46: Es kommt dann auch im Laufe des Matches auf die Fitness

00:16:49: an.

00:16:51: Wer ist dann, wenn es einen vierter Satz gibt oder der fünfter, wer ist dann fitter?

00:16:55: Da weiß ich heute nicht, wer der Fütterer ist.

00:16:58: Und es kommt ein bisschen aufs Wetter an.

00:17:00: Die werden Freitag das zweite Halbfinale spielen.

00:17:03: Ich habe gehört, dass es etwas wärmer werden soll am Freitag.

00:17:07: Aber eben nicht zu warm, dass das Dach geschlossen wird.

00:17:11: Und ja, das sind so Spiele, für die lebt Norvak Djokovic.

00:17:14: Das ist, dass es für ihn der Grund, warum er noch Tennis spielt, ist, um gegen Sinner Halbfinale in Melbourne zu spielen.

00:17:21: Und ich glaube, wir werden einen ganz anderen Djokovic am Freitag sehen, als wir ihn heute gesehen haben.

00:17:26: Ja.

00:17:26: Ich freue mich auf jeden Fall auf das Halbfinale.

00:17:28: Ich freue mich ein bisschen mehr auf das andere Halbfinale.

00:17:31: Und das hat nämlich damit zu tun, dass unser allseits geliebter Alexander Zverefs ins Halbfinale geschafft hat mit fantastischem Spiel.

00:17:41: Vor allem, ich würde sagen, seit dem dritten Satz gegen Cameron Norrie hat er sich unglaublich gesteigert.

00:17:47: Ich habe ihn im On-Code-Interview gefragt, ist es das nächste, dass du an deinem besten Tennis deines Lebens bist?

00:17:53: und er wollte es nicht jinxen, wie er gesagt hat?

00:17:56: Aber ich habe in seinem Gesicht gesehen, Boris.

00:17:58: Ich meine, du kennst ihn auch gut.

00:18:00: Wenn man jemanden einfach im Gesicht ansieht, dass jemand so zufrieden und glücklich ist, mit der Art Tennis zu spielen und dass es ihm Spaß macht.

00:18:08: Und das habe ich gesehen und ich würde schon sagen, dass es wirklich mit das Beste Tennis seines Lebens ist.

00:18:14: Wie hast du Sascha Zverev jetzt beobachtet im Laufe des Turniers?

00:18:19: Also

00:18:19: wir haben alle spekuliert, wie kommt er aus der Winterpause, an was hat er gearbeitet.

00:18:24: Wir wussten alle, dass er den United Cup spielt.

00:18:27: Ein Match gewonnen, eins verloren, relativ glatt gegen Ruby Hooker, ich dachte schon, oh Gott, oh Gott.

00:18:32: Und da waren wir alle gespannt auf die erste Runde, das war nicht einfach gegen den Dialog, hat den ersten Satz verloren.

00:18:39: Und weißt du, für mein Geschmack seit wann er sein bestes Tennis spielt, ist Zeit der Regenpause gegen Muller.

00:18:47: Da muss ihr was passiert sein, der kommt raus und spielt.

00:18:52: so gut, habe ich das schon zwar noch nie gesehen.

00:18:54: Weil das Konstant hat immer mal wieder einen guten Satz oder mal auch zwei Sätze.

00:18:59: Aber jetzt Match für Match, immer leicht gesteigert, abhängig von besseren Gegner.

00:19:05: Jérône Lowe dachte vor Match, das kann eng werden, Pustekuhre, das war das leichteste Match für ihn.

00:19:10: Jérône Lowe tat mir teilweise leid, der wusste keiner, was er machen sollte auf Herbplatz.

00:19:13: Der hat den

00:19:14: richtig runtergelassen.

00:19:16: richtig runtergelassen und eigentlich nie eine schwäche Periode gesehen.

00:19:21: Bei Sascha Lörner-Teen fand ich unglaublich gut.

00:19:25: Also ich fand den Amerikaner, das ist mein Tipp für den nächsten Top-Ten-Spieler, ist Lörner-Teen.

00:19:30: Ja, interessant.

00:19:31: Ich finde,

00:19:31: das ist ein fantastisch Wiederspiel.

00:19:33: Und da war Sascha unter Druck.

00:19:35: Er war der Favorit.

00:19:36: Er musste liefern.

00:19:37: Er war Satzball hinten im Vierten und er hat geliefert.

00:19:40: Und in dieser konstanten Form habe ich ihn noch nie gesehen.

00:19:44: Deswegen ist er für mich auch Favorit gegen Carlos Alcaraz.

00:19:48: Und ich bin so froh, weißt du noch, als wir unseren letzten Podcast aufgenommen haben, habe ich dir doch gesagt, dass er mir nicht sagen wollte, woran er gearbeitet hat.

00:19:55: Aber ich habe mich ja immer zu seinem Training geschlichen und habe so ein bisschen geguckt.

00:19:59: Und ich finde, dass er das echt gut umsetzt.

00:20:01: Ich habe das gesehen mit der Vorhand, der versucht, einfach vorne mehr durch den Ball zu gehen, als immer dieses nach oben, was wir ja von ihm kennen, aus der Vergangenheit, dass er dann immer so über den Ball und dann, wenn er Zeit wird, dann wird der Ball kurz und dann gegen Sinna Alkaras scheppert es in der Kiste.

00:20:18: Und er hat sich so bemüht, im Training immer vorne durchzuschwingen, auch wenn er die Bälle verschlagen hat.

00:20:23: Und ich bin so froh, dass es jetzt... zusammen kommt erstens und es geklickt gemacht hat auf dem Platz.

00:20:29: Und jetzt traut er sich auch ein bisschen offener darüber zu reden, an was er gearbeitet hat.

00:20:33: Ich kann es auch verstehen als Spieler, dass man nichts sagen will, was man da nicht umgesetzt bekommen hat.

00:20:38: Das wäre das Schlimmste, wenn du sagst, ich habe so viel Stops trainiert und dann landet jeder im eigenen Schuh.

00:20:44: Weißt du, das ist ja auch peinlich.

00:20:46: Aber jetzt habe ich das Gefühl auch durch das Selbstvertrauen und wie er gespielt hat in den letzten Matches, dass er sich auch traut, ein bisschen mehr darüber zu sprechen, woran er gearbeitet hat.

00:20:56: und mich freut es total, dass er das schafft.

00:20:58: Ich sag immer, es sind so ein bisschen zwei Saschas auf dem Platz.

00:21:01: Manchmal kommt so in Phasen.

00:21:03: bei Sirundulo, war das.

00:21:04: Wir hatten die Statistik, da war er bei hundertzwanzig KMH im Durchschnitt auf der Vorhand.

00:21:09: Das war schneller als ganz vieler auf der, also auch das war so in den Gefilden von Janik Sinner und Carlos Alcaraz.

00:21:16: Und dann, als es so kurz eng wurde, als Sirundulo anfing, besser zu spielen, fiel die dann wieder runter auf sechsundneunzig KMH im Durchschnitt.

00:21:24: und hat sich dann aber wieder gesteigert, weißt du, deswegen das meine ich mit.

00:21:27: Also hat sich hinten raus dann wieder gesteigert, das meine ich mit.

00:21:30: Da sind gerade zwei Saschas auf dem Platz.

00:21:32: Da ist noch der Alte, ist noch manchmal da, der dann so sich kurz zurückzieht.

00:21:36: Aber ich finde, diese Phasen sind viel kürzer geworden.

00:21:39: Es sind dann mal so zwei, drei Punkte, vielleicht mal ein Spiel, aber dann zwingt er sich wieder, offensiv zu sein, nach vorne zu gehen, die Bälle früh zu nehmen, auch Massoffen Wolley zu spielen.

00:21:49: Gingste Rundolo hatte ein Matchball mit einem Stopp abgeschlossen.

00:21:52: Also man sieht einfach das.

00:21:54: und ganz ehrlich, Boris.

00:21:56: Das ist meine Theorie, mein Hot Take für den Abend.

00:21:59: Ich finde, dass ganz viele Männer ... Das beste Tennis ihres Lebens spielen.

00:22:04: Ben Schelten hat zwar heute gegen Janik Sinner nicht bestanden, aber der hat die letzten drei Matches besser gespielt, als Ben Schelten jemals gespielt hat.

00:22:12: Lorenzo Mosetti hat in den letzten drei Matches, auch heute, bis er sich verletzt hat, das beste Tennis gespielt auf Hartplatz, was Lorenzo Mosetti jemals gespielt hat.

00:22:19: Das Gleiche gilt für Sascha Zverev und für Alex de Minor.

00:22:23: Der hat auch noch nie so gut, so schnell, so fantastisch serviert.

00:22:28: Und für mich ist das der Sinner Alkaras Effekt.

00:22:32: sind so weit weg, dass selbst jemand wie Sascha, der sich in Vergangenheit eher dafür bekannt war, seinem Spiel treu zu bleiben, dass selbst er sich in der Offseason gesagt hat, Alter, fuck it, sorry, für die Wortwahl.

00:22:44: Aber der hat wirklich gesagt, die sind so weit weg, ich muss was ändern, weil sonst ist der Zug endgültig abgefahren.

00:22:51: Hast du das nicht?

00:22:51: das Gefühl, dass das so ein bisschen... Das ist ein ganz wichtiger

00:22:53: Punkt, Andrea.

00:22:55: Hast du sehr gut beobachtet.

00:22:57: Ich habe auch das Gefühl, da haben sich einige hinter der Ehre, Djokovic, Federer Natal auch ein bisschen versteckt.

00:23:02: Von wegen, die sind eh so gut.

00:23:06: Die können wir nie erreichen.

00:23:07: Und plötzlich ist Alkaras links vorbei und ist in der Rechts.

00:23:11: Und da gibt es einige, die gibt es in den ersten zehn nicht mehr.

00:23:14: Sag mal, Cici Pass und Medvedev, also Generation Zverev.

00:23:18: Und ich glaube, Zverev hat sich gedacht, wenn nicht jetzt, wann, wann greibe ich noch mal richtig an.

00:23:25: Und ich glaube, da ist was mental in der Winterpause passiert von wegen.

00:23:28: Wenn ich jetzt nicht mein bestes Tennis spiele und an allen möglichen Ecken und Enden arbeite, um mich zu verbessern, dann ist der Zug womöglich für immer abgefahren.

00:23:39: Und so ist er zurückgekommen und wieder richtig sagt, er spielt sein bestes Tennis.

00:23:43: Weil das muss.

00:23:44: Also es langt nicht mehr mit Handbremse.

00:23:46: Es langt nicht mehr vorsichtig.

00:23:48: Weil dann gibt es noch andere, die heißen nicht Alkarasensena, die heißen Lönnertin und Co.

00:23:53: Die kommen dann auch vorbei und überholen einen.

00:23:56: Mein Zitzibasschnitt auf der Weltliste wo?

00:23:58: Dreizig?

00:23:59: Zweiunddreißig?

00:24:00: Also das geht dann relativ schnell, wenn es dich nicht stetig verbessert.

00:24:04: Ich glaube, dass dieser AHA-Effekt ist bei Sascha Zvere passiert.

00:24:08: Bis in Bauchweben habe ich wegen dieser zweitägigen Pause.

00:24:12: So, der war, der war auf dem Höheflug, Matchball verwandelt, Halbfinale erreicht und da muss er sich wieder zurückfahren und hat jetzt zwei Tage Pause.

00:24:22: Ich fand den körperlich sehr gut, ich fand den auch von der Strategie her gut.

00:24:27: Was macht das mit seinem Kopf?

00:24:29: Hat er vielleicht zu viel Zeit nachzudenken, was das bedeuten könnte?

00:24:33: Ja, das ist eine gute Frage.

00:24:35: Da habe ich gar nicht darüber nachgedacht.

00:24:36: Das stimmt.

00:24:36: Er spielt nämlich erst am Freitag.

00:24:38: Er hat... Was ist heute bei uns?

00:24:40: Ich bin auch schon völlig verwirrt.

00:24:41: Genau, heute ist Mittwoch.

00:24:43: Mittwochabend kurz

00:24:44: vor Mitternacht.

00:24:45: Am Dienstag gespielt.

00:24:46: Am Dienstag, genau.

00:24:47: Gestern war er in der Tagssession und spielt am Freitag in der Tagssession.

00:24:52: Also er wird bei Tag spielen.

00:24:54: Das Einzige, das macht mir ein bisschen Sorgen.

00:24:58: Er hat... Er hat an diesem ultra heißen Tag gespielt.

00:25:01: Gestern, es war forty-fünf Grad.

00:25:04: Hütze des Todes, ich hab so was noch nie erlebt.

00:25:07: Und dann sagte einer, oh, aber es ist ein bisschen das Wind.

00:25:10: Es war wirklich Hütze des Todes.

00:25:12: Und dann bin ich so rausgegangen, um zu sehen, so herkommen, wie schlimm kann es sein.

00:25:15: Geh raus, Hütze des Grauns.

00:25:17: Und dann sagt einer so, ja, aber da kommt so ein Wind.

00:25:20: Und dann war es, als würde dir einfach einer einen Föhn ins Gesicht blasen.

00:25:24: Wirklich so den auch Föhn auf aller heißeste Stufe.

00:25:28: Und dann ins Gesicht, nicht so den Wind, kann ich nicht in meinem Leben gebrauchen, hab mich umgedreht.

00:25:33: direkt wieder rein.

00:25:34: Das macht mir keine Sorgen, weil es wird, wenn das Dach zu ist, wird es auf twenty-fünf Grad runtergekühlt, es ist klimatisiert, dass es nicht das Problem des Problems ist.

00:25:43: Sascha hat einundzwanzig Asse, glaube ich, serviert gegen Lernartieren.

00:25:47: Und das hat natürlich auch was damit zu tun, dass das Dach zu war.

00:25:50: Es ist kein Wind, es ist keine Sonne, es gibt null Elemente, die im Spiel sind.

00:25:56: Und dann servierten Sascha, der sowieso schon einer der besten Aufschläger der Welt ist, natürlich noch mal extrem.

00:26:02: viel besser.

00:26:03: Und wenn dann am Freitag das Dach wieder auf ist, ich hoffe, dass er morgen noch mal richtig Aufschläge macht, wenn es dann, weißt du, was ich erwähne, Melbourne immer so ein bisschen Wind ist, dass er da dann nicht sich Stress macht, wenn dann der Aufschlag nicht gleich mit zehn Aßen loslegt, weil es halt gegen Deiner Tieren diesen Halleneffekt gab.

00:26:23: Oder wie siehst du das?

00:26:25: Ja, der Aufschlag ist eine Grundlage.

00:26:27: Und wenn das Dach zu ist, schlägt man einfach leichter und besser auf.

00:26:32: Das ist die Frage, wie ist das Wetter?

00:26:34: Ich habe gehört, es wird warm, aber nicht mehr so heiß.

00:26:37: Das heißt aber auch, dass das Dach bleibt auf vom Freitag.

00:26:39: Genau,

00:26:40: das ist das Ziel, sein Detonierveranstalt.

00:26:41: Dann kommt die Sonne und das davon profitiert wieder Alkaraz, weil der spielt im Freien deutlich besser als in der Halle.

00:26:50: Also es ist ein Neuvorzeichen.

00:26:52: Für Altgerast ist es normal, im Halbfinale eines Cran Slams zu sein, wobei jetzt das erste Mal in Melbourne, aber der ging eigentlich davon aus.

00:27:00: Ich fand seine Kampfansage nach der Matchrichtung Zverev, also auch bemerkenswert von wegen, also der muss ich bücken und da muss ich anstrengen, spricht für seinen Selbstbewusstsein.

00:27:10: Alles gut, also die Karten sind echt neu gemischt, aber ich bleibe dabei.

00:27:15: in der Form von Dienstag ist für mich Sascha Zverev der Favorit.

00:27:20: Für mich auch, das ist so witzig.

00:27:23: Ich habe auch gesagt, nach dem Match gegen Alexandre Müller hast du gesagt, bei mir war es nach dem Match gegen Cam Norrie.

00:27:31: Ich fand das Sascha mit Abstand von allen am besten außer, das war an dem Tag, als Janik Sinner diese Hitze Geschichte hatte,

00:27:38: bzw.

00:27:38: ein Tag davor war es, dann Carlos.

00:27:41: Finde ich sehr gut, aber der hatte nicht so schwierige Gegner.

00:27:44: Der war in seinem Feld, ist er relativ gut durchgekommen.

00:27:47: Alex DeMino war der erste große Test.

00:27:49: Den hat er allerdings sehr beeindruckend bestanden, fand ich, Carlos.

00:27:53: Gegen Alex DeMino hat er richtig gut gespielt.

00:27:56: Aber sonst, fand ich, Sascha hatte schon schwierige Gegner.

00:27:58: Lörner Tien sau schwierig.

00:28:01: Cérundolo, gegen den er schon dreimal verloren hat, auch schwierig.

00:28:05: Und der hat die alle paniert, deswegen ... Ich hab auch dann irgendwann nach diesem Cam-Nori-Match gesagt, für mich Zverev Sinner im Finale.

00:28:13: Und naja, aber natürlich ist es immer noch Carlos Alcaraz, wobei ich erinnere, vor drei Jahren hat Sascha Carlos in der vierten Runde im Viertelfinale geschlagen bei den Austrian Open und zwar relativ glatt in vier Sätzen.

00:28:26: Hätten drei Sätze sein müssen, hat er sich hinten raus ein bisschen angekackt, aber dann im vierten noch mal das Auto aus dem Graben gezogen.

00:28:35: Dann wollte ich aber fragen, du bist in Mel Böhner, sein Umfeld ist ja ein bisschen anders.

00:28:40: Da ist so eine blonde Hamburgerin immer da, also spielt die eine Rolle oder ich habe keine Ahnung.

00:28:45: Aber mein Munkeltier in München, der ist so ausgeglichen, der ist so lustig, dem geht es immer so gut.

00:28:52: Gibt es da irgendwas, was wir nicht wissen?

00:28:54: Andrea, du bist vor Ort.

00:28:55: Ich bin vor Ort.

00:28:57: Kein Kommentar sage ich nur.

00:29:00: Ich weiß nicht.

00:29:02: Ich heiße Peter und Klaus und ich weiß von nicht.

00:29:05: Ich kann dazu nicht sagen, dazu müssen sich die Beteiligten äußern.

00:29:10: Aber was auf jeden Fall, ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich habe ihn jetzt wirklich ein paar Mal nicht nur im Interview gehabt, sondern auch so gesehen.

00:29:18: Er wirkt unheimlich glücklich.

00:29:19: Ich glaube, dass auch ein großer Teil davon ist, dass er wieder Schmerzfrei ist auf dem Platz, dass er das erste Mal wieder seit längerem schmerzfrei spielt und frisch ist.

00:29:28: Und das ist einfach, man hat in Australien spielen die besten Spieler ihr bestes Tennis.

00:29:33: Die sind Tennispieler so nie komplett frisch, aber die sind einigermaßen frisch.

00:29:37: Weißt du, die haben an Sachen gearbeitet, die haben Bock auf Tennis.

00:29:40: Wenn du mal an die US Open denkst, da war ja achtzig Prozent der Spieler sind auf dem Zahnfleisch gegangen.

00:29:47: Und hier, die haben richtig Bock und Spaß und das macht einfach auch Bock dann.

00:29:52: Tennis zu gucken.

00:29:52: Also der ist, dem geht es einfach gut und wir sollten nicht hinterfragen, warum.

00:29:57: dem geht es einfach gut und das sieht man auf dem Platz und das sieht man in seinem Spiel und das eine beeinflusst bestimmt auch das andere.

00:30:04: Wenn man gut spielt, fühlt man sich gut als Tennis-Spieler und wenn man sich gut fühlt, spielt man auch gut und das sieht man bei ihm.

00:30:12: Also was auch immer der Grund ist, ich sage mal weitermachen.

00:30:16: Einfach nur so weitermachen, weil ich hab heute erfahren, dass der letzte, also wirklich heute erfahren, dass der letzte deutsche Eingrenz Lämmen, neunzigzeigundneunzig, gewonnen hat.

00:30:25: Und das war auch ich noch.

00:30:26: Also, es ist viel zu lange her.

00:30:29: Wir müssen mal wieder einen Deutschen haben bei den Herren.

00:30:31: Angie Kerber hat ja hier vor zehn Jahren gewonnen.

00:30:33: Wir müssen wieder einen deutschen Mann haben, der Eingrenz Lämmen-Tunier gewinnen.

00:30:37: Verdammt nochmal.

00:30:38: Also es würde wirklich so von der poetischen Geschichte her super passen, denn das ist gerade gesagt, Angie Kerber hat vor genau zehn Jahren hier Serena Williams im Finale geschlagen.

00:30:49: Sie ist auch hier, Angie Kerber.

00:30:51: Du wurdest vor zehn Jahren das erste Mal die Nummer, oder vor zwanzig Jahren, das erste Mal die Nummer eins, ne?

00:30:57: Ja, es war vor hundertsechsenzig Jahren.

00:31:00: Vor hundertsechsenzig Jahren.

00:31:01: Ich wusste jetzt nicht genau die Jahreszahl, aber ich hab heute hat mir irgendjemand gesagt, du warst

00:31:06: der... ...vor fünfundreißig Jahren, um die Weiterzahl zu bleiben.

00:31:08: Genau, und auch

00:31:09: hier, ne?

00:31:10: Heute und hier war das auch.

00:31:12: Und dann noch das letzte... Da

00:31:13: warst du noch gar nicht geboren, oder?

00:31:15: Du bist zu zwundreißig, drein dreißig?

00:31:17: Ich bin siebenund achtzig geworden.

00:31:18: Okay.

00:31:19: Ich

00:31:19: bin über achtzig.

00:31:20: Also das heißt, weißt du, da kommt viel zusammen und dann sagst du gerade noch, und sechsundneunzig war das letzte Mal, dass ein Grand Slam von... einem deutschen Mann gewonnen wurde.

00:31:28: Der deutsche Mann, der einen Grand Slam gewonnen hat, außer Michael Stich ist relativ einfach an einer Hand abzuzählen.

00:31:35: Und der sitzt mit mir hier.

00:31:36: Und es bin ich.

00:31:37: Ich bin nicht der letzte deutsche Mann, der einen Grand Slam gewonnen hat.

00:31:42: Deswegen, es

00:31:43: führe so vieles zusammenkommen,

00:31:45: oder?

00:31:49: Es ist mal wieder an der Zeit, dass wir einen Grand Slam Sieger haben.

00:31:53: Ja, absolut.

00:31:55: Aber ganz ehrlich, selbst wenn er es nicht gewinnen sollte, wegen Carlos, wegen Janik und so weiter, wenn er so weitermacht, wird er eins gewinnen.

00:32:02: Weil die werden nicht immer, man hat es wieder gesehen.

00:32:05: Der Janik ist fast vor Hitze kollabiert, wenn das Dach nicht zugeht.

00:32:09: Die werden nicht immer jeden Tag so spielen, wie sie spielen.

00:32:13: Es wird irgendwann ein Dip kommen.

00:32:15: Und wenn Sascha da weitermacht, wo er jetzt angefangen hat, dann wird seine Chance kommen.

00:32:20: Ich glaube, dass sie hier schon kommt.

00:32:21: Aber selbst wenn nicht, glaube ich, dass der Blüte seiner Zeit, achtundzwanzig ist für ein Mann das perfekte Alter.

00:32:29: Habe ich gehört.

00:32:31: Da bin ich ganz bei dir.

00:32:32: Also er macht jetzt vieles richtig und er ist auch zu gut, dass er dann am Ende seiner Kehre kein gewonnen hat.

00:32:39: Also das würde ich nicht einpassen.

00:32:41: Also ich bleib positiv, ich glaube er schafft es jeden Mal.

00:32:45: Super, das freu ich mich.

00:32:46: Wollen wir nochmal kurz über die Frauen sprechen?

00:32:49: Bitte, bitte.

00:32:50: Sehr gut.

00:32:50: Also da ist es, also erst mal mussten wir, das haben wir gar nicht erwähnt, das ist ja das allergrasseste.

00:32:55: Es war das allererste Mal in der Open-Area, dass die Top-Sex-Gesetzten alle bis ins Viertelfinale gekommen sind.

00:33:03: Männer und Frauen.

00:33:05: Das gab es in der Open-Area noch nie.

00:33:07: Das fand ich schockierend.

00:33:09: Überrascht ich das?

00:33:10: Und als der

00:33:10: Open-Area geht los seit twohundundundzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehnt.

00:33:18: Nee, das ist außergewöhnlich, kann man sagen.

00:33:21: Dann sind die sechs bei den Damen Herren einfach auch besser wie der Rest.

00:33:27: Das ist also eine gute Nachricht.

00:33:28: Dann sind sie auch da, weil sie einfach besser gespielt haben.

00:33:31: Aber nein, es gab ja so viele... Absetz in der Vergangenheit, die sogenannten Hochgesetzten haben früh verloren.

00:33:40: Und deswegen ist das gut für die Sponsoren, für das Fernsehen, für uns, dass eben die bekannten Namen hier im Viertel im Halbfinale sind.

00:33:48: Weißt du noch was?

00:33:49: Die vier Halbfinalisten bei den Damen hat noch keine einen Satz verloren.

00:33:55: Ja, stimmt, jetzt wo du sagst.

00:33:57: Alle

00:33:57: vier Spielerinnen sind alle ohne Satzverlust ins Halbfinale.

00:34:01: Also auch da sieht man eine Steigerung zur Vergangenheit.

00:34:06: Aber jetzt mal konkret.

00:34:07: Sabalenka gegen Svitolina.

00:34:11: Die eine ist eins, dreiundachtzig groß.

00:34:14: hat so viel Power wie ein Mann und spielt unter Aufschlag und so weiter.

00:34:17: Und der Andere ist fast eine zierliche.

00:34:20: Aus der Ukraine hat natürlich ein sagenhaften Coach und der heißt Galman Fiss.

00:34:26: Aber unterschiedliche Spielrichtungen, wen siehst du da vorne?

00:34:31: Für mich ist Arena Sabalenka die Spielerin des Turniers.

00:34:35: Was sie hier abgeliefert hat, ist der absolute Hammer.

00:34:40: Und ich meine gar nicht so, klar spielt sie gut, klar spielt sie mit viel Power.

00:34:43: Klar hackt die Winner rein.

00:34:45: Aber Boris, die spielt Surfenvolle, die spielt kurze Slice, die spielt Stops.

00:34:50: Die hat sich wieder in der Offseason hingesetzt.

00:34:53: Und hat sich vorgenommen, ich entwickel mein Spiel weiter.

00:34:56: Ich bleibe nicht stehen.

00:34:57: Wenn ich die Nummer eins werden will, bleiben will, dann muss ich mich weiterentwickeln.

00:35:01: Und was sehr interessant war, bei dem ... Ich hab sie interviewt bei so einem Sit-Down-Intervier.

00:35:08: Da waren wir wirklich nur sie und ich in einem Raum.

00:35:10: Da kann man immer ein bisschen privater fragen.

00:35:14: Da hab ich sie gefragt, hey, du bist seit zwei Jahren die Nummer eins.

00:35:17: Hast du was über dich gelernt, was du noch nicht wusstest?

00:35:22: an dir selbst neu entdeckt hast.

00:35:24: Und sie hat gesagt, das fand ich total spannend und es hat mich an dich erinnert, Boris.

00:35:28: Sie hat gesagt, mich hat überrascht, dass als ich die Nummer eins wurde, dass das für mich null mit Druck verbunden war, sondern dass ich das Gefühl hatte, hier gehöre ich hin und das muss ich, ich muss jetzt an mir arbeiten und mich entwickeln, um das zu verteidigen.

00:35:41: Aber es war nicht mit so einem... Absurdendruck verbunden.

00:35:44: Und das hat mich so überrascht, aber es hat mich auch richtig gefreut, weil so kommt sie mir auch vor, wenn du mal überlegst, die lebtes Nummer eins zu sein und sie ist eine gute Nummer eins, oder siehst du das nicht ähnlich?

00:35:56: Sie ist eine wunderbare Nummer eins und man spricht wieder über das Damen-Tennis.

00:36:01: Ich finde auch ihre Auftritte auf ihren sozialen Netzwerken gut.

00:36:06: Also man sieht auch eine private Harina Sabalenka.

00:36:08: Man kennt ihren Freund, man kennt ihren Umfeld, man kennt ihre Hobbys.

00:36:12: Also sie versteckt sich nicht, sie blüht förmlich auf als Nummer eins.

00:36:16: Also auch dann Vorbild.

00:36:18: Einzigste, wo ich ein bisschen kritisch war.

00:36:21: Nächstes Mal beim Exhibition nicht gegen die Curios, sondern gegen einen anderen

00:36:25: Mann.

00:36:26: Okay, aber das ist jetzt schnell von gestern.

00:36:29: Aber der Auftritt von ihr ist wirklich hervorragend und es tut der... Dem Darmensport hervorragend so eine Nummer einzuhaben.

00:36:37: Auch ihr Kleid gefällt mir dieses Farbenfrohe.

00:36:40: Auch die Kommentare von Wegen.

00:36:42: Die Männer sind schwächer wie die Frauen.

00:36:44: Deswegen musstet ihr dann das Dach zumachen.

00:36:47: Ich habe das Viertelfinale

00:36:48: am

00:36:48: heißesten Tag mit offenen Dach.

00:36:50: Also ich finde das gut, dass sie die eigene Stärke auch lebt.

00:36:55: Und nee, das gefällt mir sehr gut.

00:36:57: Und ich glaube auch, dass Saberlenka zu viel Power hat für Svitolina.

00:37:01: Ja, ich glaube, das einzige Saberlenker wird die einzige, die ihr gefährlich werden kann, ist Rebakina.

00:37:07: einfach, weil sie sie eins zu eins in der Power matchen kann und weil sie halt ... Rebakina hat mit Abstand die meisten Asse geschlagen, hat mit Abstand die meisten Aufschlagspiele gewonnen, Prozente nach dem ersten Aufschlag, nach dem zweiten Aufschlag.

00:37:20: Die ist halt so eine, die kann mit der Sabalenka bis fünf, beide, sechs, beide.

00:37:23: Und dann weißt du ja selbst, wie es ist.

00:37:25: Dann sind halt zwei, drei Punkte Unterschied.

00:37:28: Der Unterschied, das war auch heute gegen Schwiontek.

00:37:30: Die Schwiontek war bis fünf, beide super dran, macht einen dumm Rückhand-Fehler.

00:37:34: Es kostet sie das Break fünf, sieben.

00:37:36: Und dann ist sie so psychisch ein bisschen weggebrochen.

00:37:39: Aber die Rebakina, die kann halt... einfach selbst wenn sie nicht gut spielt ihren Aufschlag halten.

00:37:43: und das ist so das einzige was ich finde Sabalenka gefährlich werden kann.

00:37:50: Allerdings muss ich sagen, dass halt bei der Svitolina das sieht man auch gegen so eine Andrea war, dass die Svitolina die hat halt diese innere Motivation für ihr Land was zu leisten.

00:38:03: Und ich glaube, da kann man einfach über sich hinauswachsen, Boris.

00:38:06: Weißt du, so wie sie gegen Andrea war auf dem Platz stand, du hast gesehen, die hätte sich, keine Ahnung, die Haut aufgerissen, um dieses Match zu gewinnen.

00:38:16: Ja, ja, ja.

00:38:16: Andrea

00:38:16: Andrea kommt aus Russland deswegen.

00:38:19: Aus Russland, genau.

00:38:21: Und ich glaube, sie, auch morgen gegen Belarusin, wird es ähnlich sein, dass die Scytolina sterben würde, auf dem Platz, um dieses Match zu gewinnen.

00:38:31: Und man kann dann ... Kräfte aus sich herausholen, die nicht mehr menschlich sind.

00:38:40: Deswegen würde ich nie sagen, das ist hundertprozent Sabalenka, vielleicht in einem normalen Match, aber ich kenne Svetolina, seit sie fucking fünfzehn ist.

00:38:48: Ich kenne sie seit zwanzig Jahren und das ist schon immer eine absurde Kämpferin gewesen.

00:38:53: Und seit sie die Ukraine überfallen wurde, ist die noch mal ... Krass kämpferischer geworden.

00:39:02: Ich kann es nicht anders erklären.

00:39:03: Man muss es sehen, um es zu verstehen.

00:39:06: Aber ich glaube, dass das noch mal ganz andere Kräfte aus ihr hervorbringen könnte.

00:39:11: Es scheint so zu sein.

00:39:12: Sie hat dieses Jahr noch kein Match verloren.

00:39:14: Das Vorbereitungszünder gewonnen, jetzt hier kein Satz verloren.

00:39:17: Also die ist ein blendender Verfassung.

00:39:19: Und das, wie gesagt, als junge Mutter.

00:39:21: Wie das geht, werde ich nie verstehen.

00:39:23: Aber ihr seid anders gemacht wie wir Männer.

00:39:27: Nein, ich werde es auch nicht verstehen.

00:39:28: Ich möchte nur eine Sache noch sagen.

00:39:30: Jesper Gula ist die vierte Halbfinalistin.

00:39:33: Und wenn ich mir aussuchen könnte, wer gewinnen sollte, dann ist es für mich Jesper Gula aus einem einzigen Grund, Boris.

00:39:41: Und er ist so banal, aber ich war ... Wirklich im positivsten Schock.

00:39:46: Jess Pagula hat heute gegen Amanda Anisimova gewonnen, sechs drei, sieben, sechs.

00:39:50: Es war ganz schön eng, vor allem psychisch eng, sechs zwei, sieben, sechs war es.

00:39:56: Jessica Pagula hat hinten gelegen, im zweiten hat sich noch mal zurückgekämpft, dann hatte Anisimova Satzbälle.

00:40:01: Also du weißt auch, wie es ist gegen eine Landsfrau, dann Landsmann zu spielen, da ist die Spannung noch mal höher.

00:40:07: Ich habe heute auch gespielt.

00:40:09: Danke der Nachfrage.

00:40:10: Es ist nicht gut gelaufen.

00:40:15: Ich komme vom Platz.

00:40:16: Es ist neunzehn Uhr, sechsundzwanzig.

00:40:20: Ich gucke auf mein Handy.

00:40:21: Ich komme vom Platz.

00:40:21: Ich gucke auf mein Handy.

00:40:22: Es ist neunzehn Uhr, sechsundzwanzig.

00:40:23: Ich laufe vom Platz am Gym vorbei.

00:40:26: Kommt mir Mark Merklein entgegen.

00:40:28: Der Trainer von der Jespe Gula mit drei Kisten bellen.

00:40:32: Dann sage ich sie, drei Stunden vor drei Stunden hat die Gegend an die Simova gewonnen.

00:40:36: Wow.

00:40:36: Viertelfinale Grand Slam.

00:40:38: Dann sage ich sie, Marc, what are you doing?

00:40:40: Was machst du?

00:40:41: Und dann sagt sie zu mir, wir gehen trainieren.

00:40:43: Und ich bin wirklich aus allen Wolken gefallen, dann hab ich gesagt, was?

00:40:47: Und der so, Jess hat noch nicht einmal bei Nacht gespielt und morgen die Halbfinals werden am Abend geschminkt.

00:40:53: Die spielen morgen, die haben keinen Tag frei.

00:40:55: Das heißt, die Jess hat gegener nicht im Ober geworden, hat sich zwei Stunden in die Umkleide gelegt und ist dann wieder raus und hat eine Stunde draußen um neunzehn und dreißig noch mal trainiert, um morgen Halbfinale beim Abend zu spielen.

00:41:09: Und ich hab alle meine Hüte gezogen, ich bin auch zum Mark hin.

00:41:13: Der dachte, ich bin ne völlige Psycho-Olle.

00:41:15: Ich bin hin, hab ihn um Abend, hab so gemeint, I'm so impressed.

00:41:19: Ich bin so beeindruckt.

00:41:20: Und er so, but it's normal.

00:41:22: Ich so, nein, das ist nicht normal.

00:41:24: Nicht normal.

00:41:24: Das würden, das würden, ninety-fünf Prozent, vielleicht sogar neun und neunzig Prozent der Spieler und Spielerinnen nicht machen.

00:41:30: Das ist nicht normal.

00:41:31: Und ich find's hammerhard, egal wie's ausgeht, ich wollte dir nur sagen, dass du meinen höchsten Respekt hast.

00:41:37: Oder du auch, oder Boris, du siehst es ähnlich.

00:41:39: Nee, also das, vor allem weil das Halbfinale morgen ist.

00:41:42: Kein Feiertag.

00:41:43: Das war heute auch am Tag das Match.

00:41:45: Das war anstrengend, dass sie das noch macht.

00:41:47: Das sieht auch ihr Ziel, ihre Motivation.

00:41:49: Die ist noch nicht zufrieden mit dem Halbfinale.

00:41:51: Aber eine andere Frage habe ich noch.

00:41:53: Warum hat Rüberkina keiner auf der Liste?

00:41:56: Warum ist die so komplett unter dem Radar?

00:41:59: Das spricht keiner Kurs drüber.

00:42:01: Ich meine, die hat das Masters in Riad gewonnen und ein bisschen Preissgeld und Wümbel gewonnen.

00:42:07: Warum hat die irgendwie nie einer auf der Liste?

00:42:10: Also erstmal möchte ich uns wieder loben, Boris.

00:42:12: Ich weiß, eigentlich stinkt, aber ich mache das ganz gerne.

00:42:15: Ich bin da wie Mehra André war, die sich immer selbst dank.

00:42:19: Und ich danke uns, Boris, weil wir haben in unserem Podcast gesagt, dass wir glauben, dass die Favoriten dieses Jahr ganz schön stark sind und dass die sich durchsetzen werden.

00:42:29: Und das haben sie auch getan.

00:42:30: Und wenn ich mich richtig erinnere, ich weiß nicht, ob ich es in unserem Podcast gesagt habe, aber ich habe es irgendwo gesagt, ich habe gesagt, ich glaube, dass Rebakina ins Finale kommt.

00:42:37: Also so ganz unterm Radar ist sie nicht.

00:42:40: Aber ich muss sagen, dass sie eben eine sehr, sehr reservierte Persönlichkeit hat.

00:42:46: Sie ist unheimlich schüchtern, sie ist sehr introvertiert, ist ein wunderbares Mädchen, ganz nette, höfliche, einfach eine super Frau.

00:42:55: Aber sie ist halt sehr schüchtern.

00:42:57: Sie gibt nicht viel Preis, sie ist nicht sehr extrovertiert, wenn du ne Sabalenka nimmst.

00:43:02: Sie ist keine Amerikanerin wie ne Jasper Gula, die halt immer mit nem Tross an Medienleuten rumreißt, weil es so viele von denen gibt, ne?

00:43:09: Die haben halt immer fünfzehn Medienleute da, na klar, bauschen die das dann auf.

00:43:15: Und dann fällt die halt immer so ein bisschen hinten runter.

00:43:19: Aber die ist so gut heute auch wieder, wie die gespielt hat gegen die ... Und die Iga Schwernteck hat im zweiten Satz sich echt noch mal zurückgekämpft und hatte dann ... ... um noch mal zurück ins Match zu finden, war dann die bessere Spielerin.

00:43:32: Ganz kurz, zwar nur so zehn Minuten.

00:43:34: Und dann ist die Rebakina halt so trocken.

00:43:36: Ass, ass, Servicewinner, Einstand, noch mal ass, Servicewinner.

00:43:41: Danke bitte, tschüss, sechs, eins, und alle gehen nach Hause.

00:43:44: Weißt du, es geht dann halt so rasend schnell, weil die so gut serviert.

00:43:48: Und ja, also alle vier Mega-Mega-Megaspielerinnen, die im Halbfinale sind.

00:43:54: Ja,

00:43:55: aber ich muss dich jetzt natürlich die Gretchenfrage stellen.

00:43:59: Wer kommt für dich ins Finale bei den Herren und wer kommt für dich ins Finale bei den Frauen?

00:44:06: Ich glaube, Zverev.

00:44:07: Du kannst gleich mich auch fragen.

00:44:08: Okay, mache ich auch.

00:44:10: Für mich ist Zverev Sinner das Herrnfinale und für mich ist Rebakina Sabalenka das Frauenfinale.

00:44:17: Wie ist es für dich?

00:44:18: Dann haben wir ausnahmsweise mal die gleiche Meinung.

00:44:20: Oh!

00:44:22: Champagner!

00:44:23: Champagner!

00:44:26: Sehr gut.

00:44:28: Schön.

00:44:28: Dann hast du noch etwas, was du sagen möchtest, was die Leute, worauf die Leute achten sollten?

00:44:34: Ist alles gesagt.

00:44:35: Ne, aber du hast es gut erwähnt.

00:44:37: Du findest, dass die Qualität hat, hat sich gesteigert.

00:44:41: Also die Tennisspieler sind besser geworden in der Winnerpause, weil sie frisch sind, weil sie fett sind, weil sie Lust haben, mit der Ten zu spielen.

00:44:48: Und ich find, dass bei den Damen ist das auch so passiert.

00:44:51: Also das Niveau ist deutlich besser als vielleicht letztes Jahr bei den US Open.

00:44:56: Ja.

00:44:56: Also es macht richtig Spaß hier zu sein.

00:44:58: Es tut mir leid für alle, die nicht hier sind.

00:45:00: Es ist

00:45:01: trotz

00:45:01: dieses eines, forty-fünf Grad-Tages, es ist trotzdem total schön, weil die Spieler halt, ne, ich vergleichs immer mit den US Open, die haben halt auch einen schlechten Platz im Kalender.

00:45:11: Das ist halt die letzten, die Spieler sind so ausgebrannt, wenn die zu mir zum Interview kommen, die haben so keinen Bock und ich bin dann auch zu Tennis-Spiel.

00:45:19: Ja, aber ich bin dann auch zu sehr Tennis-Spielerin noch.

00:45:22: Ich lass die dann auch.

00:45:23: Weißt du, ich dachte dann,

00:45:25: wie

00:45:25: geht's?

00:45:26: Dann sag ich, danke, komm, geh nach Hause, mir scheißiger.

00:45:29: Ganz ehrlich, am Ende, weißt du so, und hier, die haben Bock zu schwätzen, die kommen rüber, die erzählen dir Sachen, und dann hast du natürlich auch als Personen der Medienseite viel mehr Lust, die Geschichte zu erzählen.

00:45:41: Wenn du halt so Sachen siehst, wie Jespegula geht noch mal trainieren, oder wenn du mit Lorenzo sprichst und weißt, hey, das ganze Team ist irgendwie im Krankenhaus, geht den gut, aber was du, die sind irgendwie alle im Krankenhaus, dann hast du natürlich noch mal eine ganz andere Verbindung zu denen.

00:45:55: macht aus Jane Open so Spaß, weil die halt noch Bock haben, bis sie dann am Ende der Saison halt alle fix und fertig sind mit der Welt.

00:46:04: Sehr gut, Andrea.

00:46:06: Boris, danke dir.

00:46:07: Haben wir gut gemacht.

00:46:08: Schön, dass du wach geblieben bist und jetzt schlafen ein bisschen schneller und hol dich gut.

00:46:12: Das mache ich.

00:46:13: Danke, Boris.

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